29Oktober

Schnellstart ins Arbeitsleben – reicht der Bachelor für den Berufseinstieg?

Schnellstart ins Arbeitsleben – reicht der Bachelor für den Berufseinstieg?

Es gibt heute zahlreiche Studenten, die an Ihren Bachelor gleich einen Masterstudiengang anschließen. Der Grund hierfür liegt zumeist darin, dass angenommen wird, potenziellen Arbeitgebern reiche der B.A. nicht.

Aus Angst davor, auf dem Arbeitsmarkt ins Hintertreffen zu geraten, wird das Studium um zwei bis drei Jahre verlängert – oft ohne Not, denn viele Unternehmen sind durchaus offen für Bewerbungen von Bachelor-Absolventen.

Vor allem in Bereichen mit operativen Tätigkeitsfeldern wie Personal, Neue Medien oder Einkauf greifen Firmen häufig auf Bewerber mit Bachelor-Abschluss zurück. Wer kompetent auftritt und es versteht, Mitarbeiter zu führen, kann sich seinen Job praktisch aussuchen – auch ohne Master.

Lediglich bei Positionen, in denen man Spezialwissen braucht, gibt es für Bachelor-Absolventen Einschränkungen. Hier ist vor allem die Grundlagenforschung zu nennen, in denen vertiefte Fachkenntnisse vorausgesetzt werden.

Hinzu kommt, dass sich die Unternehmen seit der Umsetzung der Bologna-Reformen auf die große Zahl von Bachelor-Bewerbern eingestellt und ihre personellen Strukturen entsprechend angepasst haben.

Dies gilt vor insbesondere für große Unternehmen, die traditionell eine höhere Akademikerquote aufweisen als kleine und mittlere Betriebe. Gerade im Dienstleistungssektor sind überdurchschnittlich viele Bachelor-Absolventen anzutreffen, die nach ihrem Studium gleich in den Beruf gestartet sind.

Auf das Talent kommt es an

Für Unternehmen, die gezielt nach Fachkräften für Einstiegspositionen suchen, ist der akademische Grad fast immer zweitrangig. Entscheidend ist das Talent, das der Bewerber mitbringt. Es ist durchaus üblich, dass in den unteren Hierarchieebenen Absolventen mit Diplom neben solchen mit Master- oder B.A.-Abschluss arbeiten.

Eine Ausnahme bildet die Consulting-Branche, in denen man ohne einen Master nicht weit kommt. Zwar stellen auch Roland Berger Strategy Consultants und McKinsey Bachelor-Absolventen ein – reicht man innerhalb von drei Jahren keinen Master-Abschluss nach, bleibt der Zugang zu höheren Aufgaben jedoch versperrt.

Immerhin: Als Bachelor-Absolvent kann damit rechnen, beim Erreichen des Master-Abschlusses unterstützt zu werden – beispielsweise durch reduzierte Stundenzahlen oder eine befristete Freistellung.

Die meisten Bachelor-Absolventen verdienen gutes Geld

Sieht man sich die Vergütungen von Diplom- und Bachelor-Absolventen an, stellt man fest, dass der Unterschied längst nicht so groß ist wie angenommen. Tatsache ist, dass fast 70 Prozent der Unternehmen Bachelor-Absolventen ebenso viel zahlen wie Diplom-Absolventen.

Der Verdienst richtet sich vornehmlich nach den Qualifikationen und den Anforderungen, die die zu besetzende Position an den Bewerber stellt. Bachelor-Absolventen können mit ihrem Lebenslauf punkten: Auslandspraktika und Sprachzertifikate sind gute Argumente bei Gehaltsverhandlungen, die zumeist individuell geführt werden.

Auf dem Internetportal jobtonic.de finden Berliner Studierende interessante Arbeitsmöglichkeiten, die Ihnen den Weg zu einer Festanstellung in ihrem Fachbereich ebnen können. Unter den angebotenen Jobs sind sowohl Praktika in Top-Unternehmen als auch Assistenztätigkeiten, bei denen man eng mit Führungskräften zusammenarbeitet. Weitere Informationen gibt es hier.

Bildquelle: © nikolae - Fotolia.com

Posted in STUDIUM News, JOB & KARRIERE News

Bitte Kommentar schreiben

Bitte einloggen, um einen Kommentar zu schreiben.