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Wofür steht "Authentisch Bewerben" überhaupt?
"Wie kann ich Personalisten davon überzeugen, dass ich für die ausgeschriebene Stelle der/die Richtige bin ???"
Sicher haben Sie sich diese Frage (sinngemäß) im Zuge Ihrer Arbeitssuche auch schon gestellt. Auf der folgenden Seite finden Sie Tipps und Anregungen für Ihre authentische Bewerbung, mit der Sie dieses Problem ein für alle mal für sich lösen können.
Die Grundaussage von "Authentisch Bewerben" kann man folgendermaßen zusammenfassen:
Nur wer sich seiner eigenen Fähigkeiten, Qualitäten und Stärken zunächst einmal selber bewusst ist, kann dieselben auch im Zuge seiner eigenen Bewerbung entsprechend überzeugend präsentieren und glaubwürdig "rüberbringen". Das Wissen um das eigene Können aber auch Nicht-Können (!) verleiht uns erst die Fähigkeit, die für uns "passenden" Stellenangebote auszuwählen und uns in weiterer Folge "maßgeschneidert" dafür zu präsentieren.
Eine gute Inserat-Auswahl ist bereits der halbe Bewerbungserfolg
Wie gehen Sie vor, wenn Sie Stellenausschreibungen (z.B. in Jobbörsen, Zeitungen usw.) nach für Sie interessanten Jobs durchsuchen?
Wenn Sie, wie die meisten Bewerber, die Stellenanzeigen nur nach einigen wenigen ganz bestimmten Berufs- bzw. Funktionsbezeichnungen durchsuchen und sich daher nur jene Inserate genauer durchlesen, die exakt diesen Suchworten entsprechen, haben Sie Ihrem Bewerbungserfolg bereits zum ersten Mal selber "ein Bein gestellt". Denn immer mehr Firmen gehen dazu über, mit möglichst modern (v.a. "denglisch" oder "neudeutsch") klingenden Berufs- oder Funktionsbezeichnungen bei den Lesern einen fortschrittlichen und dynamischen Eindruck erwecken zu wollen. Nur wer in diesen Fällen zusätzlich auch noch die Aufgabenbeschreibungen genauer analysiert, kann sich ein konkretes Bild davon machen, was sich tatsächlich hinter diesen oft kryptischen Job-Bezeichnungen verbirgt.
Die weiterführenden Beschreibungen der jeweiligen Aufgaben- und Verantwortungsbereiche liefern Ihnen als Auswahlkriterien wesentlich verwertbarere Informationen, als nur der - zumeist optisch hervorgehobene – "Job-Title" (Berufs- oder Stellenbezeichnung).
Für eine erfolgreiche Bewerbung ist jedoch noch ein weiterer Inserat-Bestandteil von entscheidender Bedeutung, nämlich das Anforderungsprofil.
Das Anforderungsprofil und seine "Entschlüsselung"
Beobachten wir doch einmal einen Personalisten, der ein Stelle erfolgreich zu besetzen hat und dafür zunächst den Text eines Stelleninserates entwirft. Je professioneller er dabei ans Werk geht, umso umfangreicher, konkreter und informativer wird er das jeweilige Anforderungsprofil für die ausgeschriebene Position gestalten. Im Anforderungsprofil signalisiert er den Bewerbern, auf welche Qualifikationen, Kompetenzen und Eigenschaften mehr ("Muss-Kriterien") oder weniger ("Kann-Kriterien") Wert gelegt wird. Gerade damit liefert er den interessierten Job-Kandidaten bereits wertvolle Informationen (übrigens auch für die nachfolgende Gestaltung Ihrer jeweiligen Bewerbungsunterlagen – s.u.).
Sicher haben Sie sich auch schon gefragt, ob diese Traum-Kandidaten, die von Personalern dabei oft gesucht werden, wirklich existieren bzw. ob sich die Inserat-Gestalter bewusst sind, wie schwer Ihre Wünsche eigentlich zu erfüllen sind.
Zur Klarstellung: Personalentscheider gehen tatsächlich oft bewusst von wenig realistischen Ideal-Kandidaten oder Traum-Kandidaten aus - besetzen die ausgeschriebene Stelle anschließend aber regelmäßig auch mit nicht hunderprozentig übereinstimmenden Bewerbern!!!
Die Frage, die sich nun daraus ergibt lautet also: "Wie viele und vor allem welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um mit meiner Bewerbung überhaupt eine Chance auf Erfolg zu haben?"
Die Realität in der Praxis zeigt, dass Sie ab einer Übereinstimmung von ca. 60-70% aller Anforderungen realistische Chancen haben, zu einem weiterführenden Gespräch eingeladen zu werden. Dabei ist es allerdings nicht unwesentlich, dass Sie möglichst alle "Muss-Kriterien" (erkennbar an Definitionen wie "... setzen wir voraus", "... sind unabdingbar" u.ä.) erfüllen. Dagegen sollten die weniger entscheidenden "Kann-Kriterien" (z.B. "... sind im Idealfall vorhanden", "... sind wünschenswert/von Vorteil" u.ä.) in ihrer Bedeutung für den Bewerbungserfolg nicht überschätzt werden.
Mit der Auswahl der für Sie geeigneten Stellenausschreibungen ist also bereits ein erster und wichtiger Schritt gesetzt - der entscheidende Arbeitsgang steht aber noch bevor!
Lesen Sie im 2. Teil von "AUTHENTISCH BEWERBEN – ÜBERZEUGEND PRÄSENTIEREN" wie Sie Anforderungen, denen Sie nicht (zur Gänze) entsprechen, dennoch erfolgreich bewältigen und wie Sie den Text Ihres Bewerbungsschreibens überzeugend auf das ausgewählte Inserat abstimmen.
Teil 1: Stellenanzeigen richtig lesen, analysieren und auswählen Teil 2: Bewerbungsschreiben Teil 3: Lebenslauf und Anlagen Teil 4: Vorstellungsgespräch und Absagen |